nah&gut Edeka Czwalinna

8 Sep von Sascha

nah&gut Edeka Czwalinna

Bild von Kerstin Seeland

Am 24. August war ich beim nah+gut Edeka von den Eheleuten Czwalinna.

Gleich am Eingang wurde ich von Ursula Czwalinna am Postschalter begrüßt. Sie berichtete mir sogleich, wie intensiv die Arbeit am Postschalter ist. Die Menschen bekommen oder versenden immer größere und mehrere Pakete, was es nicht leichter macht. Dennoch ist das die einzige Poststation in der gesamten Gemeinde. Die Chefin des Chefs, wie ich sie am Anfang begrüßte zeigte mir dann die frisch neu eingerichteten Anbauten, als Peter Czwalinna dazukam und kurzerhand Kunden am Lotto-Schalter übernahm

Hier hat man gleich gemerkt, dass hier ein Ehepaar als eingespieltes Team am Werk ist.

Etwa 1860 wurde das Gebäude gebaut und diente mit Bäckerei, Kolonialwarenladen und Gaststätte immer schon der Nahversorgung. 1964 wurde es dann von Heino Wessels erworben, der neben Lebensmittel auch Bekleidung, Möbel und Spielwaren anbot. Peter Czwalinna fing dann am 01. April 1966 dort seine Lehre an. Am 1. Juli 1983 kauften die Eheleute dem Vorbesitzer Das Geschäft ab. Nach und nach änderte sich das Sortiment. Mit der Edeka als zuverlässiger und starker Partner gelang nun auch eine Erweiterung der Angebotsplatte auf 14.000 Artikel. Durch den Neubau wurde die Verkaufsfläche von 460 auf 590 m² erhöht und die Zahl der Beschäftigten stieg von 19 auf 24 Personen.

Hauptbestreben war gerade die Installierung der neuen Türen. Für Rollstuhl- und Rollatorfahrer_Innen und mobil eingeschränkte Kunden sowie Eltern mit Kinderwagen ist der Zugang zum Markt nun viel einfacher gestaltet worden. Daneben war auch die Verlegung der B211 einer der Gründe. Endlich können hier die Autos die Parkfläche sicher erreichen.

Beim Gang durch die Filiale ist mir auch aufgefallen, dass man neben dem regulären Sortiment durchaus auch Produkte aus der Region findet.

Ebenso ist es sehr angenehmen, hier durch breite Gänge streifen zu können. Dadurch wirkt das Geschäft auch nicht überladen und eng. Von den Eheleuten Czwalinna wurde ich auch auf die moderne Innengestaltung, für die Edeka verantwortlich ist, genauso hingewiesen, wie auch auf eine große mit dem Bürgerpark Oldenbrok bebilderte Wand neben dem Bäcker.

Der Edeka-Markt von Czwalinna ist ein Glücksfall für die Gemeinde. Vor kurzen hatte ich gehört, dass die großen Supermarktketten sich nur noch bei 2000 Einwohnern ansiedeln würden. Wenn dies stimmt, dann kann man davon ausgehen, dass sich unter den aktuellen Bedingungen wohl kein Supermarkt mehr ansiedeln würde. Es ist dem Mut, der Durchhaltekraft und der Energie der Familie Czwalinna zu verdanken, dass sie das Geschäft kauften und selbst durch das eine oder andere schwierige Jahre unbeirrt weitergeführt haben.

Umso erfreulicher ist es, dass sich die beiden Töchter Claudia und Cathrin nach verschiedenen beruflichen Stationen dazu entschlossen haben, das Geschäft der Eltern zu übernehmen, wenn es denn soweit ist. Angesprochen auf diese Zukunftsprognose meinten beide, dass sie damit nicht gerechnet haben und umso glücklicher waren, als sie von dieser Entscheidung erfahren haben. „Wir hatten schwierige Jahre. Durch diese Entscheidung haben wir aber gemerkt, dass es wohl nicht alles falsch war.“, sagten sie mir.

In Oldenbrok konnte ich so zwei Unternehmer kennen lernen, die sich bewusst in den Diensten des Dorfes sehen und durch ihr Geschäft eine (fast) einmalige Position in der Gemeinde haben. Künftig werde ich dort wohl häufiger mal einkehren.

Einen ausführlichen Bericht zur Wiedereröffnung am 14. Juli 2021 findet sich in der NWZ:

https://www.nwzonline.de/advertorial/nah-und-gut-czwalinna-ovelgoenne-wiedereroeffnung-umbau_a_51,2,1829690833.html

Wer mehr Infos will:

https://www.edeka.de/marktsuche.jsp#/?searchstring=czwalinna

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